Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Gemeinde Kuemmersbruck  |  E-Mail: vorzimmer@kuemmersbruck.de  |  Online: http://www.kuemmersbruck.de

Rechtslage

Der Fund ist in den §§ 965 ff. BGB geregelt

Grundsätzlich ist der Fund jeder Sache dem Verlierer oder dem Eigentümer oder einem sonstigen Empfangsberechtigtem unverzüglich zu melden.

Ist der Empfangsberechtigte nicht bekannt, so ist der Fund der Gemeinde, in der die Sache gefunden wurde anzuzeigen, sofern die Sache mehr als 10 EURO wert ist. Der Finder ist berechtigt und auf Anordnung der Gemeinde verpflichtet, die Sache bei der Gemeinde abzuliefern.

Aufwendungen, die dem Finder durch die Verwahrung oder Erhaltung der Sache oder zum Zwecke der Ermittlung des Verlierers entstehen, kann er vom Verlierer verlangen, solange sie im Verhältnis zum Wert der Sache stehen.

Finderlohn belohnt die Ehrlichkeit des Finders.

So errechnet sich der gesetzliche Finderlohn (§ 971 BGB):

 

  • bis zum Wert von 500 EUR 5 %,
  • vom Mehrwert danach 3 %
  • bei Tieren immer 3 %
  • hat die Sache nur für den Verlierer einen Wert (z.B.: Schlüssel), so ist der Finderlohn nach billigem Ermessen festzulegen

 

Eigentumserwerb an gefunden Sachen ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

Der Finder erwirbt das Eigentum an der Sache, wenn sich innerhalb von 6 Monaten nach Anzeige des Fundes beim Fundamt kein Empfangsberechtigter meldet oder ausfindig gemacht wird und er sein Recht auf den Eigentumserwerb innerhalb von 1 Monat bei der Gemeindeverwaltung geltend macht.

Beispiel:

Fund am 03.02.2000, Fundanzeige bei der Gemeinde am 07.02.2000, Nach Ablauf der Sechsmonatsfrist (06.08.2000) hat der Finder bis zum 06.09.2000 Zeit sein Recht auf Eigentumserwerb bei der Gemeinde anzumelden.

drucken nach oben